Aktuelle Projekte

Daten im Zuverlässigkeitsregelkreis der Lieferkette

Im Rahmen des Projektes, haben wir den Ist-Prozess des Zuverlässigkeitsregelkreises identifiziert und einen Idealprozesses sowie ein Datenstrukturmodell erarbeitet. Die entsprechenden Daten wurden anschließend simuliert und in einen Demonstrator zur Visualisierung und zur manuellen Analyse von Lieferströmen und Produktionsqualität überführt. 

Derzeit konzipieren und implementieren wir KI-Algorithmen zur Unterstützung dieser Analysen. Ergebnis wird eine cloudbasierte Anwendung sein, die in den Mitgliedsfirmen des VDA eingesetzt werden kann.

 

Automotive Cybersecurity-Incident-Response

Durch die zunehmende Vernetzung der Fahrzeuge nimmt die Gefahr von Hackerangriffen zu. Kunden, die Öffentlichkeit als auch Regulierungsbehörden erwarten, dass OEMs und Zulieferer technische und organisatorische Maßnahmen treffen, um Sicherheitsvorfälle effektiv zu identifizieren, zu analysieren und zu behoben.

In Zusammenarbeit mit Fraunhofer FOKUS haben wir einen Rahmenprozess für den Automotive Cybersecurity-Incident-Response (Automotive CSIR) definiert. Daraus haben wir sowohl Handlungsempfehlungen für Entscheider und das Automotive CSIR-Team als auch einen Fragenkatalog zur Bewertung der Automotive CSIR-Fähigkeit abgeleitet.

Aktuell führen wir eine Pilotierung dieses Fragebogens bei zwei Unternehmen durch. Mit den Ergebnissen erfolgt eine Optimierung des Fragenkatalogs.

Projektbericht "Car-Security-Incidents-Response" [deutsch], März 2018

 

VAF Stufe 2 zu 3

Aufgrund der Anzahl und Komplexität an Testfällen ist ein „Freifahren“ von automatisierten Fahrfunktionen (Stufe 3 und höher) im realen Verkehr nicht möglich und digitale (per Simulation durchgeführte) Absicherungs- und Freigabeverfahren müssen zusätzlich in den Entwicklungsprozess integriert werden. Klassische Testverfahren werden durch digitale Testszenarien ergänzt, die die korrekte Funktion der automatisierten Fahrfunktionen per Simulation überprüfen. Während Aktivitäten zur Spezifizierung und Definition der digitalen/simulierten Testszenarien laufen, gibt es bisher keine einheitlichen Verfahren für die Zulassung und den Betrieb der verwendeten Simulations-Tools.

Im Rahmen dieses Projekts haben wir Handlungsempfehlungen und Lösungsvorschläge erarbeitet, um die Entwicklung konsolidierter einheitlicher Verfahren für Zulassung und Betrieb von Simulationstools vorzubereiten. Diese Tools werden zukünftig für die Freigabe von automatisierten Fahrfunktionen benötigt.

Für die Zertifizierung von Simulationstools analysieren wir derzeit, welche Konzepte aus der IT-Welt / Software-Industrie dafür genutzt werden können. Weiterhin überprüfen wir, welche Erweiterung für die Absicherung und Freigabe selbstlernender Algorithmen vorgenommen werden müssen.

 

Softwareupdates Over-the-Air

Over-the-Air Updates bieten der Automobilindustrie und ihren Kunden große Potentiale bei schnelleren, häufigeren und umfangreicheren Aktualisierungen für Infotainment- oder Fahrfunktionen. Gleichzeitig birgt die Öffnung nach außen auch Risiken, z. B. gegenüber Hackern oder Störungen Safety-relevanter Funktionen. Ein geeignetes, harmonisiertes QM-System existiert hierzu noch nicht und herstellerübergreifende, technische und rechtliche Rahmenbedingungen zur Durchführung (rechts-) sicherer OTA-Updates sind derzeit nicht definiert

Zur Analyse von Over-the-Air-Updates haben wir weltweit die aktuellen Aktivitäten untersucht, gesetzliche Rahmenbedingungen betrachtet und daraus einen idealisierten, ganzheitlichen OTA-Prozess erarbeitet. Ergebnis ist ebendieser Prozessmodellierung, die mittels Simulation verschiedener Use-Cases validiert wurde. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt der detaillierten Prozessbeschreibung ist die kommende UN ECE Regulation zu Softwareupdates.

Projektbericht "Softwareupdates Over-The-Air II" [deutsch], Dezember 2018

 

Q-Anforderungen an die Ladeinfrastruktur aus Kundensicht

Von entscheidender Bedeutung für die Etablierung der Elektromobilität ist ein positives Kundenerlebnis beim Ladevorgang. Wenn der Kunde den Ladevorgang seines Fahrzeugs als eine Einschränkung seiner individuellen Mobilität wahrnimmt, wird ein wichtiges Kriterium für die erfolgreiche Einführung von Elektrofahrzeugen verfehlt. Momentan hat die Verbraucherfreundlichkeit der Ladeinfrastruktur noch große Schwächen. Der ADAC stellte in seinem aktuellen Test der Ladesäulen in Deutschland fest, dass Bedienkomfort, Information und Preistransparenz der Ladesäulen noch weit von den gewohnten Standards herkömmlicher Zapfsäulen entfernt sind.

Im Rahmen des Projekts soll ein Framework geschaffen werden, um die Zufriedenheit der Kunden mit der Ladeinfrastruktur messbar zu machen. Hierzu werden die generellen Erwartungen der Nutzer an die Elektromobilität analysiert und Einflussfaktoren ermittelt, die für die Erfüllung dieser Erwartungen relevant sind. Aus den Einflussfaktoren werden Kennzahlen abgeleitet. Diese Kennzahlen können benutzt werden, um zu messen, wie kundenfreundlich eine Ladesäule ist. Die ermittelten Qualitätskennzahlen sollen eine aussagekräftige Bewertung der Kundenzufriedenheit mit dem Ladevorgang hersteller- und betreiber-übergreifend möglich machen.

Projektbericht "Q-Anforderungen an die Ladeinfrastruktur aus Kundensicht" [deutsch], Oktober 2018

 

Herausforderungen für das Qualitätsmanagement im agilen Umfeld

Die Automobilindustrie erlebt derzeit einen Wandel zu einer weiter zunehmenden Digitalisierung ihrer Produkte und Dienstleistungen. Dieser Wandel betrifft nicht nur die Art der Produkte, sondern auch die Art der Produktentwicklung und -wartung: Dominierten in der Automobilindustrie bislang phasenorientierte Produktentstehungsprozesse, so nehmen agile Ansätze, wie sie in der Softwareentwicklung seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt werden, an Bedeutung zu.

Bei der Einführung von agilen Entwicklungsmethoden in der Automobilindustrie ergeben sich Herausforderungen für das Qualitätsmanagement. Diese werden dargestellt und Handlungsempfehlungen abgeleitet. 

Projektbericht "Herausforderungen für das Qualitätsmanagement im agilen Umfeld" [deutsch], Januar 2019

 

Datengestützter Feldbeanstandungsprozess

Wir führen eine Ist-Analyse des Feldbeanstandungsprozesses durch und identifizieren die beanstandungsrelevanten Daten. Darauf aufbauend entwickeln wir Realisierungsbedingungen für einen datengestützten Feldbeanstandungsprozess und nehmen ein Reengineering des Prozesses vor.

 

CAQ in der Lieferkette als Basis für I4.0 / IoT-Anwendungen

In diesem Projekt konkretisieren wir den Begriff Computer-Aided-Quality (CAQ) und verorten die Einsatzpotentiale in einer Prozesslandkarte. Wir bewerten potentielle Anwendungsfälle und leiten Maßnahmen ab.