Schadensabwicklung 4.0

Beschreibung

Eine Schadensabwicklung erfolgt in der Automobilindustrie immer dann, wenn eine Kundenbeanstandung im Handel vorliegt. Im Fall eines gehäuften Bauteilfehlers erfolgt daraufhin ein "Schadensteilfluss" zum verbauenden Werk bzw. Lieferanten. Hier werden entsprechende Analysen vorgenommen, um die Ursache zu Identifizierung und abzustellen. Parallel werden dem Handel die entstandenen Kosten in Form von Gewährleistungs- und Kulanzausgaben erstattet. Nach Verantwortungsklärung werden diese Ausgaben teilweise in Form von Regressansprüchen an den Lieferanten übertragen. 

Ausgangssituation

  • Abläufe hinsichtlich Schadensteilfluss, Kostenabwicklung und Regressansprüchen sind nicht standardisiert und werden unterschiedlich abgewickelt

  • IT-Systeme sind nur teilweise miteinander verknüpft und Daten werden nicht systematisch ausgewertet

  • Die Qualitätsvorgaben beziehen sich nahezu ausschließlich auf den gesetzlichen Gewährleistungszeitraum

  • Eine "Total Cost of Ownership"-Betrachtung mit etwaigen Qualitätskosten und -auswirkungen über den gesamten Produktlebenszyklus wird im Bauteilentwicklungs- und Vergabeprozess häufig nicht berücksichtigt

Konzept

  • Ausgestaltung neuer Einflussfaktorren von Industrie 4.0 auf die Schadensabwicklung

  • Benchmark bei Herstellern und Lieferanten inkl. Möglichkeiten zur übergreifenden Standardisierung

  • Beschreibung des Risikos und der Auswirkungen in der gesamten Prozesskette

  • Produktlebenszyklusorientierte Datenbeschaffung und -verwendung zur systematischen Verknüpfung, um ein qualitätseffizienten Abwicklungssystems zu realisieren